Interview Trauringkurse
Aus Flittr
Damit Sie eine Vorstellung darüber bekommen, wie so ein Trauringkurs aussieht, haben wir für Sie mit der Goldschmiedin Katrin Blumenschein gesprochen.
Aus welchen Materialien kann man einen Ring machen und wie könnte der Ring aussehen?
Silber ist die billigste Variante. Normalerweise wird Gelbgold, Weißgold verwendet. Ich empfehle auch Palladiumsilber, weil es die Farbe vom Weißgold hat, aber wesentlich billiger ist. Wie die Ringe aussehen können? Wie die normalen Ringe im Laden eben auch. Nicht zu aufwendig gearbeitet. Schlichte Ringe – auch zweifarbig – sind kein Problem.
Können auch Steine im Trauringkurs verwendet werden?
Ja, allerdings fasse ich sie dann selber. Das machen die Kursteilnehmer nicht, da das zu schwierig ist. Die Ringe werden meistens im Anschluss bei mir gelassen und ich füge die Steine dann bei mir in der Werkstatt ein. Bei sehr aufwendigen Fassarbeiten gebe ich die Ringe auch außer Haus.
Was müssen die Teilnehmer für einen solchen Trauringkurs mitnehmen und wie läuft so ein Kurs ab?
Mitnehmen müssen die Teilnehmer konkret nichts. Sie sollten sich aber vorab schon ein paar Gedanken gemacht haben, was sie denn gerne hätten, damit wir möglichst schnell anfangen können.
Die Kleidung sollte nicht zu teuer sein, denn schließlich arbeiten wir ja. Und da kann man dann schon mal dreckige Finger bekommen (lacht).
Man kann auch Altgold von zu Hause mitbringen und dieses einschmelzen, um daraus die neuen Ringe zu machen. Das Altgold wird dann verrechnet, so dass die Eheringe auch nicht so teuer werden.
Der Ablauf sieht so aus, dass wir erst besprechen, wie die Ringe später aussehen sollen und welches Material wir verwenden wollen. Danach wird die Ringgröße gemessen und schon geht es los.
Das Rohmaterial wird hergerichtet und gewalzt bis Blechstreifen in der richtigen Stärke und Breite entstanden sind. Diese werden anschließend so gebogen, dass die zwei Enden exakt aufeinander passen. Nun werden die Enden zusammengelötet. Danach wird der Ring rundgerichtet, auf die richtige Form zugefeilt und geschmirgelt. Zum Schluss wird das Ganze noch poliert oder mattiert, wodurch sich die Endoberfläche ergibt.
Lesen Sie im zweiten Teil des Interviews mehr über Kosten,Trends und die benötigte Begabung um einen Trauring selbst zu machen.
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