Kirchliche Trauung

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Kirchliche TrauungIn allen christlichen Konfessionen finden die Trauungen normalerweise in einer Kirche statt. Ist der Geistliche einverstanden, kann die Hochzeitszeremonie aber auch auf einem Berg, unter Wasser oder an einem anderen Ort kirchlich vollzogen werden. Wollen Brautleute nicht in ihrer Heimatpfarrei heiraten, so benötigen sie die Einwilligung des Pfarrers der Heimatgemeinde.

Grundsätzlich müssen kirchlich Heiratswillige verschiedengeschlechtlich sein und einer christlichen Konfession angehören. Ein Partner muss die Konfession haben in der die christliche Trauung stattfinden soll.


Gehört ein Partner einer anderen Konfession an oder ist er nicht-konfessionel, so liegt es an dem Pfarrer, ob er das Brautpaar traut oder nicht. In den letzten Jahren ist auch unter katholischen Hardlinern (Ausnahmen bestätigen die Regel) ein liberalerer Umgang damit üblich geworden.

Obwohl die Anzahl der kirchlichen Trauungen in Deutschland wie auch in den meisten anderen europäischen Ländern in den letzten Jahrzehnten beträchtlich zurückgegangen ist (siehe Tabelle), hat für viele Menschen eine kirchliche Segnung weiterhin große Bedeutung.

Tabelle: kirchliche Eheschließungen

Jahr Ehen insgesamt römisch-katholisch in % evangelisch in % römisch-katholisch und evangelisch in %
1960 521.000 214.000 41% 204.000 39% 418.000 80%
1970 445.000 164.000 37% 156.000 35% 320.000 72%
1980 362.000 125.000 35% 94.000 26% 219.000 60%
1990 516.000 116.000 22% 104.000 20% 220.000 43%
2000 418.000 65.000 16% 70.000 17% 135.000 32%
2004 395.000 49.000 14% 55.000 12% 114.000 27%

Quellen:

Quelle 1 auf destatis.de

Quelle 2 auf destatis.de